Zum Inhalt springen

Falcon Design Space Software

CrealityFalcon hat eine eigene Software für die Steuerung der hauseigenen Diodenlaser herausgebracht. Damit geht der Trend weiter, dass die Hardware-Hersteller zunehmend auch den Software-Markt erobern, um mit günstigen bzw. kostenlosen Lösungen die Steuerung ihrer Geräte zu ermöglichen.

Der Download ist unter webapp.craftseek.com möglich.

Platzhirsch LightBurn bietet weiterhin die besten und spezialisiertesten Funktionen, die aber nicht unbedingt für jeden Anwender nötig sind. Oft ist eine reduzierte und einfache Software für den Einstieg sogar besser. Für Profis reicht der Funktionsumfang hingegen in der Regel nicht, was auch bei FDS so ist.

Im Folgenden stelle ich einige Funktionen vor, sowie sammle Tipps und Tricks zur Software. Bei weiteren Fragen empfiehlt sich auch ein Blick in die offiziellen Facebook-Gruppen: Creality Falcon und Falcon Design Space. Die Anleitung gibt es im Creality Wiki: https://wiki.creality.com/en/laser-engraver/software-manual

Einen Live-Überblick über die Software gibt es auch bei YouTube, zum Beispiel hier:

External media is blocked. To view this content, please enable External Media cookies.

Hier sind auch noch ein paar Screenshots:

Am Start kann man entweder ein leeres Design starten, oder sich aus einer Bibliothek mit einer großen Auswahl von Vorlagen ein Projekt aussuchen. Im Anschluss reicht es, das gewünschte Material aus der Bibliothek auszuwählen, und die Schnitteinstellungen werden entsprechend automatisch gewählt. Man kann sie aber noch den eigenen Wünschen entsprechend anpassen und ändern. Besonders für erfahrene Benutzer wird das die normale Herangehensweise sein. Für Anfänger sind die vorgeschlagenen Werte vermutlich erst mal halbwegs passend (obwohl ich ein Gegner von allgemeinen Einstellungen bin, da es die nicht wirklich gibt, siehe hier).

Funktionen

Kamera

Ebenso wie bei LightBurn unterstützt FDS die Kameras, die bei den Pro-Modellen und dem A1 bereits im Gehäuse verbaut sind. Hierbei haben sich die Entwickler sogar auch ein besonders gutes Feature ausgedacht, man kann unterschiedliche Werkstück-Höhen kalibrieren und danach jeweils die beste Einstellung auswählen. Solch ein Feature fehlt bei LightBurn noch. Eine ausführliche Anleitung findet sich unter https://wiki.creality.com/en/laser-engraver/camera-calibration-guide.

Die Kamera kann in den neuesten Versionen auch die Einstellungen per Code vom Material lesen und die Schnitt-/Gravurparameter direkt übernehmen:

3D zu 2D

Ein weiteres Feature, das mir noch in keiner weiteren Software bekannt ist, ist das Slicen von 3D-Modellen in 2D-Scheiben, die dann mit dem Laser ausgeschnitten werden können. Diese Funktion ist nur als Beta verfügbar, hat bei mir aber schon sehr gut funktioniert. Man benötigt für diese Funktion allerdings ein Online-Konto, sonst kann man es nicht starten (warum?). Danach geht es aber sehr zuverlässig. Einloggen kann man sich ganz oben rechts in der Titelleiste, dort ist ein Symbol für den Account.

Material-Tests

FDS bietet auch die Funktion, Materialtests zu machen, im folgenden Video ist es am besten erklärt:

External media is blocked. To view this content, please enable External Media cookies.

Fazit

Insgesamt ist die Software gut zu bedienen, auch wenn es als LightBurn-Nutzer manchmal spontan etwas schwerfällt, weil man andere Funktionen oder Anordnungen gewohnt ist. Die Software enthält aber einige wirklich spannende Features, die, sobald sie ganz aus entwickelt sind, wirklich das Potenzial haben, zu Killer-Features zu werden. Man darf gespannt sein, was die nächsten Versionen der Software bringen.

Weitere Informationen

Hier sind noch ein paar Videos, die FDS im Einsatz zeigen:

External media is blocked. To view this content, please enable External Media cookies.

External media is blocked. To view this content, please enable External Media cookies.