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Sculpfun H1

Heizpresse für Sublimation und Thermotransfer.

Sculpfun ist auch in das Sublimations-Geschäft eingestiegen. Seit Kurzem gibt es die Heizpresse H1. Im folgenden Artikel sind alle Informationen dazu zusammengefasst. Inzwischen konnte ich sie auch selbst testen.

Einstieg in die Sublimation

Hinweis: Sublimationsdruck ist ein Verfahren, bei dem die Tinte durch Erhitzen aus dem Trägermedium (Sublimationspapier) in das Zielmedium übergeht. Das funktioniert ausschließlich bei dafür geeigneten Materialien! Man benötigt spezielle Tinte, spezielles Papier und das Zielmedium muss die Farbe aufnehmen können. Dabei handelt es sich gewissermaßen ausschließlich um Polyester-Materialien. Baumwolle eignet sich nicht!
Eine Heizpresse kann aber auch mit anderen Verfahren genutzt werden, es gibt Transferfolien für Baumwolle, die normal mit einem Tinten-Drucker bedruckt werden können. Genauso lassen sich Thermo-Transferfolien nutzen, die mit einem Plotter geschnitten werden. In der Regel sind diese Verfahren aber nicht so haltbar und die Materialien müssen vorsichtiger / dürfen nur seltener gewaschen werden.

Für die meisten Nutzer aus dem eher technischen DIY-Bereich wird das Thema Sublimation neu sein (wie auch für mich). Daher hier ein paar generelle Tipps für den Anfang. Ich würde empfehlen, sich zunächst die Infos von Nikolaus vom K40-Keller zu Gemüte zu führen:

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Unter anderem wird dort auch die Startausstattung empfohlen. Wenn man zum günstigst möglichen Kurs einsteigen möchte, empfiehlt sich der Epson EcoTank 1810 Drucker und eine Packung Sublimationstinte. Ich konnte den Drucker bei Saturn für 149 € kaufen. Dann benötigt man noch die Transferfolien / -Papier und natürlich die Werkstücke, in der Regel werden das Kleidung oder andere Objekte aus Stoff sein. Wichtig ist hierbei, dass der Polyester-Anteil so hoch wie möglich ist. Reine Baumwolle funktioniert mit der Sublimationstinte nicht. Es gibt allerdings auch Hersteller, die extra für Baumwolle Folien anbieten. Bei der Tinte sollte man auf Markenprodukte achten, damit man hinterher weniger Probleme mit der Farbechtheit hat (gute Hersteller bieten schon passende Farbprofile an, ich habe NoName-Tinte gekauft und habe es da deutlich schwerer). Das gleiche gilt für das Sublimationspapier. Das „billige“ Papier, das bei meiner Tassenpresse dabei war ist um ein vielfaches schlechter als das, was ich bei Amazon nachgekauft habe. Insgesamt sollte man mit knapp 200€ für die Grundausstattung auskommen.

So sieht meine Erstausstattung aus.

Hier sind noch ein paar Links zu Anleitungen:

Sculpfun H1

Offizielle Bilder

Materialien

Benutzung / Ergebnisse

Zur Benutzung kann man eigentlich nicht viel sagen. Die Bedienung ist denkbar einfach, man schaltet das Gerät ein, stellt die gewünschten Einstellungen ein (es gibt Presets für unterschiedliche Materialien, oder man stellt eigene ein, die teilweise auf den Materialien stehen), wartet, bis es aufgeheizt ist, dann das Textil auflegen, zuklappen, einmal kurz für ein paar Sekunden „bügeln“, danach wieder aufklappen und jetzt das Motiv platzieren. Danach wieder zuklappen und den Timer starten. Es empfiehlt sich immer, die mitgelieferte Schutzfolie über das Objekt zu legen, damit nichts an der Presse kleben kann. Ich habe zusätzlich noch Backpapier zwischen die Schichten gelegt, damit nichts durchdrückt. Achtung: wenn auf dem Textil schon etwas sublimiert war, färbt es durch die Hitze ebenfalls wieder etwas ab, also auch dort Backpapier als Schutz auflegen.

Hier ein paar Beispiele meiner ersten Ergebnisse. Das T-Shirt und die Decke sind aus 100% Polyester. Ich habe die Einstellung für Sublimation benutzt, 190°C, 50s und Druckstärke 3.

Tipps / Hinweise

Hier noch einige Hinweise, die ihr auch aus den Videos oben schon stellenweise bekommen habt:

  • Man sollte nach Möglichkeit das richtige Farbprofil für die Farben / den Drucker einstellen, um die richtige Farbwiedergabe zu haben. Achtung: auf dem Sublimationspapier sieht die Farbe viel blasser aus als nachher am Objekt!
  • Wenn das Farbprofil stimmt, die Farben aber zu dunkel sind, war die Temperatur zu hoch oder die Presszeit zu lang. Entsprechend anpassen und wieder testen.

Hier ist noch ein Video, das erklärt, wie man einem Programm, das kein Festlegen des ICC-Profils erlaubt, trotzdem das richtige Profil unterschieben kann:

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Ich werde diesen Artikel und die Hinweise mit meinen Erfahrungen mit der Zeit ergänzen.

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